Ein echtes Vergnügen!

Kritik an der eigenen Domäne zu Papier zu bringen, löst oft gemischte Reaktionen aus. Auf der einen Seite verstehen einige die Sorgen um den Berufsstand durchaus, auf der anderen Seite sehen manche diese Kritik als Nestbeschmutzung. Unser Beitrag „Die Zukunft ist nicht von gestern, aber vielleicht eines Tages die DesignerInnen“ bringt tiefe Besorgnis zum Ausdruck. Dass es genügend Anlass zur Beunruhigung gibt, bestätigt ganz aktuell die Aussage „Hierzulande gelten Kreative immer noch als Kasper, die man am Ende eines Entwicklungsprozesses bittet, ein paar Schleifchen und Girlanden zu binden.“ – formuliert von keinem Geringeren als dem Chef des Art Director Club, Stephan Vogel und über t3n in den sozialen Medien verbreitet. In unserem Beitrag versuchen wir, unsere Kritik transparent und nachvollziehbar darzulegen, aber selbstverständlich sind wir für Widerspruch offen. Doch scheint unser Beitrag den Finger in eine offene Wunde zu legen. Denn andernfalls hätte das Projektteam unter Leitung des Kollegen Prof. Rüdiger Quass von Deyen ihn wohl nicht für FRAEK The Future Issue 02-2021 ausgewählt. Herzlichen Dank dafür! Dabei ist unsere Kritik an der Designdomäne nicht in Watte verpackt, sondern recht frontal argumentiert. Explizit handelt es sich nicht um eine Lobhudelei, sondern um die Absicht, produktiv zu provozieren. Nicht zuletzt deswegen sind wir auch über Layout und Grafik des Beitrags sehr glücklich, weil auch dieses nicht brav und bieder oder gar nett daherkommt. Unser Dank gilt dafür Lea Berger, Julia Hugenroth und Jonas Springer. Herausgeber ist Prof. Rüdiger Quass von Deyen von der Münster School of Design. Das ganze Magazin hat 128 Seiten und ist voll gespickt mit lesenswerten Texten von interessanten Menschen. Und – last but not least – es ist insgesamt hervorragend gestaltet. Vielen Dank an das Redaktionsteam für die Zusammenarbeit – es war uns ein Vergnügen!